Auf allen Kontinenten teilen Pastoralist*innen eine gemeinsame Sprache
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Neue Vergleiche geben Aufschluss darüber, wie Hirt*innen weltweit mit Raubtieren umgehen
Als eine Gruppe von CoCo-Partner*innen diesen Monat durch die grünen Berge von Asturien und Kantabrien reiste, erwarteten sie, mehr über die lokalen pastoralen Traditionen und die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Anwesenheit von Wölfen zu erfahren. Was sie nicht erwarteten, war, wie die Gespräche in Nordspanien die Geschichten widerspiegeln würden, die sie aus Ostafrika kannten.
Auf Bauernhof nach Bauernhof, von den Tälern von Onís bis zu den Käsehäusern zwischen den Bergpässen, tauchte immer wieder ein Thema auf: Pastoralismus verbindet Menschen über Kontinente hinweg durch eine gemeinsame Art, Land, Vieh und das Leben selbst zu sehen.
Ein Moment hat das perfekt eingefangen. Beim Besuch lokaler Bauer*innen bemerkte die Gruppe einen traditionellen Holzstab, der an einer Steinmauer lehnte. Es sah bemerkenswert vertraut aus. „Das ist der gleiche Stock den Pastoralist*innen in Tansania verwenden„ erinnerte sich ein Partnerin. Das gleiche Werkzeug, das durch Jahrhunderte der Herdenpraxis geprägt ist, erscheint an beiden Orten, obwohl sich die Kulturen unabhängig voneinander entwickelten.
Für Ana Grau Valenciano von CITA, die mehr als zehn Jahre lang mit pastoralistischen Gemeinschaften in Tansania daran gearbeitet hat, das Zusammenleben mit Löwen zu gestalten, geht die Ähnlichkeit über die Werkzeuge hinaus.
Obwohl sich die Rahmenbedingungen unterscheiden – in Tansania stellen Raubtiere Risiken sowohl für die Viehhaltung als auch manchmal für die Menschen dar, während in Spanien Konflikte mit Wölfen nur die Viehhaltung betreffen –, ist die zugrunde liegende pastorale Weltanschauung nach wie vor bemerkenswert ähnlich.
Diese Identität hallte während eines Besuchs mit Sara und Rubén von Quesería Enrique Remis, die ihr Vieh in Gebieten weiden, in denen Wölfe streifen. Als die Gruppe durch ihre Almen ging, erzählte Ana Geschichten über ihre Arbeit mit Gemeinschaften, die mit Löwen in Tansania koexistierten.
Während sich die Raubtiere unterscheiden, gehen einige der zugrunde liegenden Herausforderungen – die Aufrechterhaltung einer extensiven Beweidung, der Schutz von Nutztieren und die Aufrechterhaltung kultureller Traditionen – über die Geographie hinaus. Löwen oder Wölfe, Berge oder Savannen, der Rhythmus des pastoralen Lebens hallt über Kontinente hinweg wider.
Die Reise verließ das Team mit einem neuen Verständnis: ihre Arbeit geht über das Wildtiermanagement hinaus und zeugen von einem gemeinsamen Erbe. Und manchmal reicht schon ein einfacher Holzstab, um zu zeigen, wie sehr diese Welten tatsächlich miteinander verbunden sind.